NRW-Ministerpräsident Laschet zu Gast bei GGT-Jubiläumsfeier
"Ein Kind unseres Landes"
Die Gesellschaft für Gerontotechnik, kurz GGT genannt, sei ein Kind des Landes, meinte Ministerpräsident Armin Laschet. Und da man sich um seine Kinder kümmern sollte, gratulierte er am Freitag höchstpersönlich zum 25. Geburtstag im SASE-Forum, wo sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft anlässlich der Jubiläumsveranstaltung versammelt hatten.
Von Hilde Goor-Schotten
Iserlohn. „Wenn es sie nicht gebe, müsste sie erfunden werden“, stellte Laschet fest und hob den zukunftsweisenden Ansatz der GGT-Gründung hervor, alters- und behindertengerechte Produkte zu entwickeln: „Der demographische Wandel war damals noch kein Thema in der Politik.“ Seitdem habe es viele wichtige Entwicklungen gegeben, die älteren Menschen das Leben erleichtern und ihnen einen schönen Ruhestand ermöglichen.
Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens würdigte wie Renate Brunswicker, Vorsitzende des Fördervereins, den Weitblick der GGT-Gründer. Initiator war Anfang der 1990er Jahre Professor Dr. Heinrich Reents, damaliger Rektor der Fachhochschule. In seinem Bemühen, die FH mit der Wirtschaft in der Region zu verknüpfen, hatte er die Idee, alltägliche Produkte seniorenfreundlich zu gestalten, um älteren Menschen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Nachhaltig und beharrlich erreichte er, dass das Land NRW 1993 die Gründung der GGT förderte. 1996 zog das Zentrum für Gerontotechnik in die ehemalige Bernhard-Hülsmann-Kaserne. Dort entstanden eine Dauerausstellung mit gerontotechnischen Produkten und Musterimmobilien, die insgesamt schon mehr als 200.000 Besucher angezogen haben.
Aus der Vision der ersten Jahre sei ein bundesweit anerkannter Kompetenzträger geworden, sagte Martina Koepp, seit 2003 Geschäftsführerin der GGT: „Sie verbindet Menschen und Märkte.“ Altersgerechte Technik und gutes Design hätten dazu beigetragen, das Bild vom Alter zu verändern. Lebensqualität kenne zudem keine Altersgrenzen. Als bestes Beispiel nannte Koepp die bodengleiche Dusche, die heute als Komfort für alle nicht mehr wegzudenken sei. Mehr als 4500 GGT-geschulte Handwerksbetriebe zwischen Sylt und Österreich setzen die Konzepte um. Die entstehen nah am Nutzer. Dafür sorgt auch der Arbeitskreis Gerontotechnik, der in die Entwicklungen einbezogen wird.
Autor:Christoph Schulte aus Hemer |
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