Hart. Härter. Eberhard!
So heftig wütete das Sturmtief am Wochenende in Hagen und Umgebung
Am Wochenende hielt uns Eberhard in Atem. Das Sturmtief fegte über NRW hinweg und nahm in Hagen und Umgebung Bäume, Dachziegel und sogar Fassadenteile mit.
200 Einsatzkräfte waren am vergangenen Wochenende in über 70 Einsätzen allein in Hagen unterwegs. In Breckerfeld waren 47 freiwillige Einsatzkräfte quasi im Dauereinsatz und in Wetter arbeiteten 90 Mann 32 Einsätze ab. Schuld daran: Sturmtief Eberhard, dass mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern über Hagen, Herdecke, Wetter und Co. hinwegfegte. Ganz oben auf der Einsatzliste der Helfer: umgestürzte Bäume.
Baum fällt in Stromleitung
In Herdecke fiel am Sonntag ein Baum ausgerechnet in der Straße "In den Eichen" in eine Stromleitung. Ebenfalls in Herdecke verletzten sich zwei Personen am Sonntagnachmittag leicht, als ein BMW mit vier Insassen auf der Ender Talstraße in einen umgekippten Baum krachten. "Das Arbeiten auf der Ender Talstraße war nicht ungefährlich. Jederzeit hätte aufgrund des massiven Sturms weitere Bäume umfallen und die dort arbeitenden Einsatzkräfte gefährden können", so der Einsatzleiter vor Ort. Und er behielt recht: Knapp zweieinhalb Stunden nach dem ersten Einsatz wurde die Feuerwehr Herdecke erneut zur Ender Talstraße gerufen, da ein zweiter Baum auf die Straße gestürzt war.
Baum stürzt in Wohnhaus
Nicht weniger gefährlich ging es in der Zeppelinstraße in Herdecke zu. Hier stürzte ein Baum in eine Einfamilienhaus und musste Stück für Stück herunter geschnitten werden. Ein ähnliches Bild bot sich den Einsatzkräften in Wetter. Ein umgestürzter Baum in der Ardeystraße kam auf einem Wohnhaus zum liegen. Zahlreiche umgestürzte Bäume sorgten in Alt-Wetter zwischenzeitlich sogar für einen kompletten Stromausfall.
Straßen unter Wasser
Während am Sonntag der starke Wind hauptverantwortlich für das Chaos war, führten am Samstag vor allem die starken Regenfälle zu Problemen. Bereits am Morgen stand die Hengsteyseestraße in Herdecke auf Höhe der Realschule unter Wasser. In der Berliner Straße lief Regenwasser in eine Wohnung und überschwemmte die Ampelkreuzung Herdecker Bach, Ecke Ender Talkstraße. Auch die Später Kurve (Hauptstraße, Ecke Herdecker Bach) war betroffen. Auf der Wetterstraße in Höhe des Mark-E-Kraftwerks setzte der Regen die gesamte Fahrbahn unter Wasser, so dass diese kurzfristig gesperrt werden musste. Die Feuerwehr sorgte dafür, dass das Wasser wieder abfließen konnte.
Am spektakulärsten war jedoch der Einsatz in der Niedernhofstraße in Hagen, dort riss der Sturm Teile der Fassade eines Hochhauses herunter.
Autor:Nina Sikora aus Essen |
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