Bulldog und Co. treffen sich am 1. Mai im LWL-Freilichtmuseum Hagen

1. Mai 2011
LWL-Freilichtmuseum Hagen, 58091 Hagen
Für Männerhände viel zu chic!
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Hagen (lwl). Am kommenden Sonntag, 1. Mai, treffen sich im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über 150 historische Ackerschlepper, umgangssprachlich Bulldogs, Trecker oder Traktoren genannt.

Im gesamten LWL-Freilichtmuseum tuckern die alten Traktoren der verschiedenen Hersteller. „Die Freunde alter Schlepper kommen voll auf ihre Kosten. Es werden bekannte Namen wie H. Lanz, Hanomag, Porsche, MAN, Deutz und Unimog vertreten sein, aber auch unbekanntere Marken wie Allgaier oder Bautz stellen sich vor“, verspricht Klaus-Dieter Knöppel vom LWL-Freilichtmuseum.

Sehr bekannt unter den Trecker-Oldtimern ist die Marke H. Lanz. Die Firma Heinrich Lanz Aktiengesellschaft mit ihrem Stammsitz in Mannheim beschäftigte sich seit den 1880er Jahren mit Landmaschinentechnik. Sie entwickelte eine motorgetriebene Maschine, die die Lokomobile ablöste, die damals die Dreschwerke in der Landwirtschaft betrieben.1921 kam H. Lanz als erstes Unternehmen der Welt mit einem Rohölschlepper auf den Markt, dem legendären „Lanz-Bulldog“. Den kuriosen Namen bekam er durch die Ähnlichkeit mit dem Gesicht eine Bulldogge. Die ersten Lanz-Bulldogs hatten acht oder zwölf PS, später, es wurden 25.000 Stück bis in die 1950er Jahre gebaut, stockte man die Motoren bis 55 PS auf.

„Diese genial einfach gebauten Maschinen, basierend auf einem Ein-Zylinder-Prinzip mit einem Glühkopfmotor, waren ideal für die Landwirtschaft. Sie waren so konstruiert, dass sie selbst in einer einfachen Dorfschmiede oder vom Bauern selbst mit Hammer und Meißel repariert werden konnten. Ein weiterer Vorteil des Bulldogs lag darin, dass er zuverlässiger als die empfindlichen benzingetriebenen
Ackerschlepper war mit ihrem explosionsgefährdetem Treibstoff. Denn Dieselantrieb gab es noch nicht, und der Bulldog fuhr mit billigem Rohöl“, erklärt Klaus-Rudolf Rose, Geschäftsführer der H. Lanz-Freunde Ruhrgebiet e.V. .

Für Männerhände viel zu chic!
Die Maschinen sind im gesamten Museum zu bewundern
Autor:

Uta Wenning-Kuschel aus Hagen

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