"Papa, ich bin für dich da" - Bücherlesung mit Assauer-Tochter Bettina Michel
Für mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber an Alzheimer erkrankten Menschen warb am letzen Freitag Bettina Michel, die Tochter von Ex-Fußballprofi und früheren Manager des FC Schalke 04, Rudi Assauer.
Im Rahmen einer Lesung aus ihrem neuen Buch "Papa, ich bin für dich da", welches sie in Zusammenarbeit mit ihrer guten Freundin, der Journalistin Eva Mohr, geschrieben hat, berichtet sie aus dem Alltag mit ihrem Vater, den sie seit 2012 täglich pflegt. "Den Erkrankten sein Leben leben lassen und ihn nicht mit Vorwürfen oder Zurechtweisungen einschüchtern. Dies schürt nur Angst und Aggressionen bei dem Betroffenen" - proklamierte sie dann auch sinngemäß. Man brauche ebenso viel Geduld, sagte Michel. "Soll ich Papa denn einsperren?" - fragte sie trotzig in die Runde. Sie möchte eine Lanze für alle an Alzheimer oder Demenz erkrankten Patienten und deren Angehörige brechen. "Das wird dauern!", bemerkte sie, dies aber nicht resignierend. Sie gibt sich kämpferisch, trotz der zahlreichen, teilweise auch sehr polemischen Kritik, die ihr im Alltag entgegen schlägt. Das war eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, die das Team des SCALA Kulturspielhauses, insbesondere die Inhaberin Karin Nienhaus, in Zusammenarbeit mit den Sponsoren abgeliefert hat, sind sich viele der Gäste einig. Dies zeigt, dass auch die großen gesellschaftlichen Themen an Wesel nicht spurlos vorübergehen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Sebatian Falke von Radio K.W.
Fotos: Marcel Vigier
Autor:Marcel Vigier aus Wesel |
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