Foto dokumentiert Moerser Geschichte
Privates Fotoalbum bringt Aufschluss
Durch ein privat gespendetes Fotoalbum kann das Grafschafter Museum einen bedeutenden Teil der Moerser Geschichte nachvollziehbar machen.
Vor 81 Jahren wurden in der sogenannten „Reichskristallnacht“ am 9. und 10. November 1938 in ganz Deutschland jüdische Geschäfte, Wohnungen und Synagogen demoliert, geschändet und teilweise in Brand gesetzt – auch in Moers. „Allerdings gab es bisher keine Bildzeugnisse, die die Ereignisse hier dokumentierten“, erläutert Museumsleiterin Diana Finkele. Bei der Auswertung eines Fotoalbums von Wilhelm Schink, das sein Enkel Jochen Schink dem Grafschafter Museum zunächst leihweise übergeben hatte, hat die Museumsleiterin ein interessantes Fotodokument entdeckt: Es zeigt die Fassade der geschändeten Moerser Synagoge in der Friedrichstraße. Die eindeutige Identifikation des Fotos war mit der Hilfe von Hans-Helmut Eickschen von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit möglich. Hierauf ist die Situation unmittelbar nach den Ausschreitungen zu sehen. Dass das Foto die Moerser Synagoge zeigt, konnte nur durch Recherchen ermittelt werden. Dieses Dokument ist künftig vergrößert in der Ausstellung im Alten Landratsamt zu sehen.
Autor:Lokalkompass Moers aus Moers |
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