Nahrungspflanzen-Untersuchung 2018
Schadstoffbelastung: Grünkohl ist noch nicht über dem Berg
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- Grünkohl ist anfällig für die Belastung von Schwermetallen.
- Foto: Magalski (Archiv)
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Seit 2009 werden Nahrungspflanzen in Lüner Kleingärten im Umfeld der Industriebetriebe zwischen der Kupferstraße und dem Datteln-Hamm-Kanal von der Bezirksregierung Arnsberg auf ihre Schadstoffgehalte untersucht.
Da Kopfsalat und Endivie mittlerweile unkritische Größenordnungen erreicht hätten, wie die Behörde mitteilte, wurde 2018 nur noch Grünkohl untersucht. Dabei kam heraus, dass das Gemüse weiterhin mit Blei und Arsen belastet sei. Für die Untersuchung wurden wieder Grünkohlpflanzen an fünf Messpunkten sowohl in Gartenbeeten als auch in Containern mit Einheitserde auf ihre Gehalte an Schwermetallen analysiert.
"Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die im Grünkohl ermittelten Gehalte an Cadmium, Chrom, Kupfer und Zink auch diesmal gesundheitlich unbedenklich sind", heißt es in der Pressemitteilung aus Arnsberg. Die Belastung des Grünkohls durch Nickel liege auf dem Niveau des Vorjahres.
Vorsorglich auf Verzehr verzichten
"Da jedoch die Belastung des Grünkohls durch Blei auch diesmal noch den EU-Höchstgehalt für Marktgemüse an einem Messpunkt geringfügig überschreitet, wird die Empfehlung, auf den Verzehr von Grünkohl zu verzichten, vorsorglich weiterhin aufrechterhalten." Auch für Arsen liege die Belastung oberhalb der in NRW üblichen Belastung. Grünkohl reichert Schwermetalle im Vergleich zu anderem Gemüse besonders stark an.
Autor:Claudia Prawitt aus Lünen |
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