Damit die Party nicht im Koma endet - neues Projekt der Diakonie

Jugendliche informieren Jugendliche über die Gefahren von Alkohol. (Foto:  Gerald Biebersdorf) | Foto: Gerald Biebersdorf
  • Jugendliche informieren Jugendliche über die Gefahren von Alkohol. (Foto: Gerald Biebersdorf)
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Bier, Wodka, Alkopops – immer wieder trinken Jugendliche beim Feiern so exzessiv, dass sie jegliche Kontrolle verlieren. Wenn sie dann etwa mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen, schaden sie sich nicht nur ganz akut – auf lange Sicht wächst die Gefahr, dass sie vom Alkohol abhängig
werden.
Moralpredigten und Verbote helfen da wenig. Deshalb startet die Diakonie in Düsseldorf jetzt ein besonderes Präventionsprojekt. Bei „Standfest – Dein Wille gegen Promille“ gehen Jugendliche auf Jugendliche zu, um ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol nahezubringen. Peer-to-Peer heißt diese Methode.
Damit könne man junge Menschen erreichen, die für die üblichen Suchthilfe-Angebote nicht empfänglich sind, sagt Anja Vennedey, Leiterin des Suchtberatungs- und Therapiezentrums der Diakonie, in dem das Projekt „Standfest“ entwickelt wurde. „Die jungen Leute kommen nicht von selbst zu uns, wenn sie Probleme mit Alkohol haben. Deshalb gehen wir zu ihnen.“
Auf die Rheinwiesen, in die Altstadt, auf Schülerpartys – die Peers von „Standfest“ gehen dorthin, wo Jugendliche sich zum Feiern
treffen. Das Informationsmaterial, mit dem sie arbeiten, setzt auf Tipps und Impulse zum Nachdenken. Die „Standfest“-Website schafft Möglichkeiten zum Dialog. Die Peers wird man an ihren knallgrünen T-Shirts immer gut erkennen. Ein ebenfalls knallgrüner Kleinbus soll noch angeschafft werden, als Treffpunkt für Gespräche. Das Projekt wird vollständig aus Spenden finanziert.

Autor:

Nele Cent-Roppel aus Monheim am Rhein

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