Düsseldorf: Stockumer Schülerfirma "BullerBuxe" recycelt klimaschonend Jeans zu trendigen Accessoires
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- Düsseldorf-Stockum: Es war einmal eine Jeans, nun Alltagsutensil: Die Angebotspalette der Schülerfirma "BullerBuxe".
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Jung, innovativ und engagiert: Neun motivierte Jugendliche der Q1 des Max-Planck-Gymnasiums aus Stockum gründeten im vergangenen Jahr die Schülerfirma "BullerBuxe" und verwandeln fortan alte Jeanshosen in trendige Accessoires. Mit diesem Start-up-Unternehmen möchten die Schüler die Welt ein kleines Stück besser machen und Gutes für die Umwelt und den Klimaschutz tun. Nun haben die Unternehmer ein Schuljahr Zeit, ihr Projekt zu entwickeln.
Von Andrea Becker
Stockum. Bereits seit 2011 bietet das Stockumer Gymnasium dieses Schülerprojekt an. Die Schülerfirma ist ein Programm, das von "Junior", einer gemeinnützigen, bundesweiten Institution, unterstützt wird. Unter der Projekt-Leitung von Lehrer Marc Götze schlossen sich im vergangenen Jahr nach den Sommerferien neun Schülerinnen und Schüler zusammen und gründeten ihre Firma "BullerBuxe".
Mit der rheinländischen Bezeichnung "Buxe", sprich Hose, verweisen sie auf ihren Heimatbezug, möchten aber durch das Recycling des alten Jeansmaterials auf den Klimawandel hinweisen und Gutes tun. Einmal wöchentlich bespricht sich das neunköpfige Team in der Schule, wie bei einem echten Unternehmen auf einer Firmensitzung.
Die 16- und 17-jährigen Gymnasiasten haben unterschiedliche Aufgaben. Der eine Teil kümmert sich um das Marketing und Produktion, der andere um die Verwaltung und das Finanzielle.
Was angeboten wird, darüber wurde bereits vorher im Team demokratisch abgestimmt. "Wir wollten etwas gegen den Klimawandel machen, der Umwelt helfen und haben uns dann für etwas Alltägliches und Nützliches entschieden", fasst Firmen-Chefin Lina Rauch die Angebotspalette zusammen, die nun aus Jeans-Topfuntersetzern, Shoppern und Allzwecktaschen besteht und online im selbst entwickelten Webshop bestellt werden kann.
Schülerfirma mit Heimatbezug
Mit einem Kapital von 900 Euro gingen die Jung-Unternehmern dann an den Start, vorher hatten sie bei ihren Klassenkameraden und anderen Schulen fleißig alte und gebrauchte Jeanshosen gesammelt.
Nach einem Näh-Crashkurs, werden fortan die Stücke Corona-bedingt an der heimischen Nähmaschine gefertigt. "Für den Sommer ist eventuell noch eine "Sommeredition" geplant, aber darüber müssen wir uns jetzt erst einmal Gedanken machen", so Rauch.
Mittlerweile ist das Team bestens eingespielt und jeder bringt sich auf seine Art und Weise ein. Schnell kommen so rund 35 Arbeitsstunden pro Monat zusammen, die neben der Schule noch geleistet werden müssen. Im Mai treten die Neun dazu noch im digitale Landeswettbewerb an. Dann heißt es, sich gegen fünf Konkurrenten durchzusetzten. Der Sieger hat dann die Chance, in Berlin beim Bundeswettbewerb für Schülerfirmen teilzunehmen.
Im Sommer ist dann der BullerBuxen-Einsatz erst einmal beendet und dann steht das Abitur an.
Gewinn wird gespendet
"Momentan können wir uns gut vorstellen, uns zunächst auf das Abi zu konzentrieren und nach dem Abschluss das Projekt wieder aufzunehmen", so die Schülerin. Und dann hätten sie auch schon einige Pläne. Der Gewinn wird im Übrigen gespendet und wird dem Kinderhospiz Regenbogenland in Kaiserswerth zugutekommen. Weitere Infos unter bullerbuxe.de.
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Autor:Andrea Becker (Redakteurin) aus Essen-Borbeck |
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