Sanierung schreitet voran
Fünf Gerüsttürme waren wochenlang am Rathaus zu sehen – im Zuge der geplanten Rathaussanierung wollte das Amt für Gebäudemanagement wissen, wie es um die Fassade bestellt ist.
Deshalb hat ein Baustofflabor aus Münster gründlich untersucht, wie fest der Putz ist, wie man ihn am besten herunter kriegt, und wie sich die Farben chemisch zusammensetzen.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse seien grundsätzlich positiv, berichtet Udo Klapp vom Amt für Gebäudemanagement: „Der marode Oberputz löst sich mit der alten Farbe durch Standard-Sandstrahlen recht gut vom Unterputz ab. Der Unterputz ist gesund, er hat gute Druck- und Haftzugwerte, er bleibt beim Strahlen gut stehen, sein Salzgehalt ist gering, und er bietet eine stabile Basis für weiteren Putzaufbau“, erläutert der Diplom-Bauingenieur. Zudem sei die alte Farbe frei von gefährlichen Chemikalien und könne günstig entsorgt werden.
Ferner haben die Untersuchungen ergeben, dass die „Fensterlaibungen“ in einem sanfteren Strahlverfahren freizulegen sind, da es hier einen anderen Putzuntergrund gebe und dieser fein scharriert sei. Dazu wurden mehrere Verfahren getestet. Am besten geeignet sei das „Niederdruck-Rotations-Wirbelstrahlverfahren mit Wasserzusatz gegen Feinstaub, sehr feines Strahlmittel, Druck nur 1,2 Bar“, berichtet Klapp.
Lob für das gründliche und behutsame Vorgehen erhielt das Amt für Gebäudemanagement von der zuständigen Denkmalschützerin vom LWL aus Münster. „Über die denkmalgerechte Wiederherstellung der Fassade wurde bereits Einvernehmen erzielt“, so Klapp. Nun müsse nur noch das vorgesehene Bearbeitungsverfahren der Fensterlaibungen besprochen werden, da es erst nach ihrem Besuch getestet wurde. Da es besonders schonend ist, darf die Stadt wohl optimistisch sein.
Autor:Lokalkompass Witten aus Witten |
Kommentare
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.