Anwohner wollen sich gegen die Raser wehren
Konrad- Adenauer- Straße: Unterschriftensammlung nach Unfall - Viele Kinder spielen hier.
Rücksichtlos brettern sie durch die Konrad- Adenauer- Straße: Autofahrer, die diese abgelegene Straße als Abkürzung nutzen. Das Warnschild, auf dem ganz deutlich Tempo 30 angesagt wird, beachtet kaum jemand.
Schon oft haben sich die Anwohner über die viel zu schnell fahrenden Autofahrer beschwert. Sie fürchten sich um ihre eigene Sicherheit und um das Wohl ihrer Kinder. Da sich bisher nichts geändert hat, werden nun Unterschriften gesammelt. Ziel ist es aus der Tempo-30- Zone eine sogenannte "Spielstraße" zu machen, auf der nur Schritttempo gefahren werden darf. Somit soll weiteren "Verkehrsraudis" Einhalt geboten werden. Besonders im Sommer sind auf dieser Straße viele Kinder, denn gleich um die Ecke befindet sich im Lutherpark ein Spielplatz. Die Gefahr bei Nichteinhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung sie einfach zu hoch, meinen die Anwohner. Dann erschütterte ein Unfall am vergangenen Mittwoch die Gemüter. Mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit als die vorgeschriebenen 30-Stundenkilometer war ein Autofahrer unterwegs und traf einen kurz angeleinten Hund, der gerade aus dem Wagen stieg, so stark, dass er mit einem lauten Aufprall nach vorne geschleudert wurde. "Der Unfall hat das Fass zum Überlaufen gebracht.", sagt Yesim Kalkan. "Es kann so nicht weitergehen. Nächstes Mal könnte ein kleines Kind getroffen werdenm während es aus dem Auto steigt. Die Straße ist zu eng und die Autofahrer sind viel zu rücksichtlos geworden." Ihr Bruder, der mit dem Hund ausgestiegen war, konnte gerade noch die Wagentür, ehe der Unfall geschah. "Hätte ich sie nicht geschlossen, dann hätte er mir die Autotür abgerissen. Die Enge der Straße, die hohe Geschwindigkeit und vor allem die dort parkenden Autos sind Grund für potenzielle Unfälle." Der vierjährige Labrador "Pascha" befand sich in einem kritischen Zustand. Ob er je wieder ohne Schmerzen laufen kann, bleibt fraglich. Jedoch stabilisiert sich sein Zustand wieder, sehr zu Freuden der Nachbarschaft und seiner Familie. Die Anteilnahme überraschte die Besitzerin von Pascha:" Ich habe damit nicht gerechnet. Es kommen sogar Leute, die ich gar nicht kenne und fragen mich wie es ihm geht.", erzählt Yesim Kalkan mit Tränen in den Augen. Der Autofahrer und seine Begleiterin nahmen bei dem Unfall keinen Schaden. Abgesehen von einer Beule auf der Motorhaube blieb der Wagen ebenfalls unversehrt.
Autor:Angela Nestola aus Monheim am Rhein |
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