Auf der Suche nach dem neuen Job
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- Foto: Heinz Holzbach
- hochgeladen von Annette Henseler
Full House in der Stadthalle: Die 5. Klever Job- und Ausbildungsbörse am 7. April war bestens besucht. „Wir sind sehr zufrieden mit den Besucherzahlen“, waren sich die Aussteller einig.
Offene Stellen in vielen Berufsbereichen standen zur Auswahl - neben Zeitarbeitsfirmen waren auch Bildungsträger, Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und der Klever Wirtschaftsförderung informierten rund Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten.
Direkt nach Schulschluss hatten sich Justyna Swierkosz und Oliver Embrgts auf den Weg in die Stadthalle gemacht. „Wir suchen nach einer Ausbildungsstelle - ich möchte ganz gerne eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann absolvieren“, erzählt Oliver Embregts. Er besucht noch die Höhere Handelsschule, die er in diesem Jahr abschließt. Justyna Swierkosz möchte später gerne im Krankenhaus arbeiten - „wenn ich da nichts finde, gehe ich in ein Altenheim“, sagt die Schülerin, die zur Zeit auf dem Weg zum Fachabitur Gesundheit und Soziales ist. „Auch Erik Zielke, 20, fühlte sich gut informiert. Auch er war auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle.
Auch Menschen ohne Arbeit besuchten die Jobbörse. Viel Andrang und lange Listen gab es am Stand von Amazone. Die Firma baut in Rheinberg ein neues Logistikzentrum. Zur Zeit werden die ersten Arbeitskräfte gesucht.
„Ich bin ab Mitte April ohne Arbeit - und suche, egal in welchem bereich einen neuen Job“, schilderte eine Besucherin, die lieber anonym bleiben wollte, ihre Bemühungen auf dem Arbeitsmarkt. Bei der Agentur für Arbeit habe sie sich natürlich schon gemeldet. „Ich habe auch schon die ein oder andere Stelle angeboten bekommen.“
Am Stand der Bundeswehr war die Stimmung prima. „Nein, wir haben kein Problem, hier haben sich heute schon eine ganze Menge junger Leute informiert“, sagten die Mitarbeiter auf Nachfrage. Nur das Interesse der Frauen ließe zu wünschen übrig.
Autor:Annette Henseler aus Kleve |
6 Kommentare
^Willi,
nicht jeder Mensch der eine Fahrerlaubnis besitzt kann auch fahren.
Hochqualifiziert ist ein schöner Begriff, aber der betreffende Mensch muss sicherlich auch noch andere Kriterien erfüllen um eingestellt zu werden.
Chef ist kein Ausbildungsberuf und kein Studienfach, es fehlt den Führungskräften oft an sehr einfachen Dingen - obwohl auch diese sich als überdurchschnittlich qualifiziert bezeichnen würden.
Der Arbeitsmarkt ist schon ein Minenfeld, aber mal ehrlich:
Wenn ein Entscheidungsträger vor die Wahl gestellt wird, wen er denn wohl einstellen wird, dann wird eben dieser Entscheidungsträger viele Faktoren abwägen.
Bei gleicher Qualifikation, vergleichbarer Leistung und Integrationsfähigkeit, in etwa gleichem Alter usw. ... also angesichts miteinander vergleichbarer Faktoren, wird am Ende auch die Wirtschaftlichkeit zählen.
Drei Arbeitskräfte, einer in Arbeit (könnte interessant sein wegen des aktuellen Wissens und eventueller Interna etc.pp.), ein weiterer arbeitslos als Kunde der BA (auch noch recht aktuelles Wissen, ggf. ebenfalls wegen eventueller Interna aus der letzten Anstellung interessant ABER gefördert aus dem prallgefüllten Topf der sich da Reintegrationsmaßnahmen nennt) und ein dritter Mensch als ALG-II-Kunde (gleiches wie vor, u.U. nicht mehr ganz aktuelles Wissen aber immer noch täglich am Ball, ABER leider nicht gefördert durch den zuständigen ALG-II-Träger weil der Fördermitteltopf chronisch leer ist und die ALG-II-Kosten ja aus einem anderen Topf übernommen werden)...
Wer fällt da wohl als Erster trotz jeder noch so dollen Qualifikation, Reputation oder trotz eventuellen Mehrwissens und ausgeprägter Vielseitigkeit raus?
Exakt: Der ALG-II-Empfänger, denn der gebotene Mehrwert steht in keinem Verhältnis zu den staatlich (und somit nicht direkt kommunal) geförderten Eingliederungsbeihilfen.
Wenn der Job also unter Umständen sehr speziell ist und ein neuer Arbeitnehmer sehr gezielt auf seine neue Tätigkeit hin eingearbeitet oder geschult werden muss, dann ist der ALG-II-Kunde gleich doppelt der Gelackmeierte.
Gleiche Chancen für alle würde in diesem Fall bedeuten:
Schluss mit Lustig, Schluss mit der staatlichen Eingliederungsbeihilfe und gleiche Chancen für alle.