ADFC Kleve startet "Mapathon"
Bürger können Wunschradwegenetz entwerfen
Wer in Kleve mit dem Fahrrad unterwegs ist, hat oft Grund sich zu ärgern. Radwege enden kurz vor Kreisverkehren oder sind zugeparkt, an Kreuzungen fehlt der Platz für Radspuren, die sogenannten Fahrradstraßen sind in der Realität oft Autostraßen mit geduldetem Radverkehr.
Kleve. Anstatt sich über Mängel und Gefahrenquellen zu beschweren, möchte der Klever ADFC die Sache anders angehen: Die fahrradbegeisterten Bürgerinnen und Bürger sollen mit ins Boot geholt werden und an der Entstehung eines Wunschradwegenetzes mitwirken können. Das ist die Idee der bundesweiten ADFC-Initiative „Mapathon“, an der sich bereits viele Städte und Kommunen beteiligen. So soll das Wissen der Alltagsexperten den Ausbau eines bedarfsgerechten, geschlossenen Radwegenetzes beschleunigen, wie es der Bund im Rahmen des Klimapakets versprochen hat.
Tägliche Wege per Fragebogen
Konkret ermöglicht die Initiative Radfahren, ihre täglichen Wege per Fragebogen oder via App (z.B. Komoot) aufgezeichneter Wegstrecke im GPX-Format zu übermitteln und so eine Karte der gewünschten Radwege zu entwickeln. Die Ergebnisse werden ausgewertet und die so entstandene Wunschradkarte anschließend der Klever Stadtverwaltung übergeben.
Jeder kann mitmachen
Die Aktion richtet sich an alle: Schülerinnen, Pendler, Sportlerinnen und Freizeitradler. Und ausdrücklich auch an die Personen, die gerne mehr Fahrrad fahren würden, es aber aufgrund der aktuellen Verkehrssituation lieber vermeiden. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser die Datenlage – und umso dringlicher der Appell an die Verantwortlichen, die bereitgestellten Gelder zielgerichtet „auf die Straße zu bringen“.
Weitere Informationen sowie den Fragebogen zum Download gibt es auf der Website www.mapathon-kleve.de. Teilnahmeschluss ist der 18. Juli.
Autor:Lokalkompass Kleve aus Kleve |
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