Studium Generale: Wohin geht unser Abwasser?
Verschiedene Möglichkeiten der Abwasserbehandlung
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- hochgeladen von Rainer Ise
Am 8. Januar 2019 war der Hörsaal 1 der Hochschule Rhein-Waal übervoll. Das Thema „Wasser“ weckt offensichtlich ein breites Interesse.
Aufmerksam folgte das Auditorium zuerst den Ausführungen von Prof. Dr. Matthias Kleinke (Professor für Umwelttechnik an der Hochschule Rhein-Waal), der anschaulich darstellte, wie die Abwässer zustande kommen, wie sie aufbereitet werden und wo sie schließlich abfließen. Letztlich sind sie Teil des großen Wasserkreislaufs auf der Erde und werden so auch wieder Teil unseres Trinkwassers.
Karsten Koppetsch (Vorstand der Umweltbetriebe der Stadt Kleve AöR) beschrieb daraufhin die Abwasseraufbereitung am Beispiel der Stadt Kleve, welche in ihrem Klärwerk in Salmorth neben den Klever Abwässern auch die aus Kranenburg und Bedburg-Hau aufbereitet. Ferner beschrieb er die geplante Erweiterung und Modernisierung der Anlage, die zu 80% aus Bundesmittel gefördert wird. Geplant ist im Rahmen dieses Projektes „Thermokompaktanlage“ die CO2-Bilanz der Gesamtanlage deutlich zu verbessern und das Klärschlammvolumen erheblich zu reduzieren mit dem Fernziel der mehr oder weniger vollständigen Rückgewinnung des im Abwasser enthaltenen Phosphors.
Über den Stand des Projekts kann man sich im Internet informieren: https://usk.pageflow.io/thermokompaktanlage#182569
Da es aber auch Abwasseraufkommen in Gebieten gibt, die nicht an eine Kläranlage angebunden sind hat Dipl.-Ing. Barbara Dröppelmann (Planungsbüro für Pflanzenkläranlagen) an unterschiedlichen Beispielen dargestellt, wie eine rein biologische Klärung des Abwassers realisiert werden kann. Pflanzenkläranlagen sind die Lösung für naturnahe Nutzungseinheiten wie: Urlaubsbungalows, Campingplätze, Sporteinrichtungen, Bauerncafes usw. Gleichzeitig dienen Pflanzenkläranlagen der landschaftlichen optischen Aufwertung, einer ökologischen und klimatischen Verbesserung, sowie einem bodenverbessernden Erosionsschutz. Pflanzenkläranlagen sind besonders energie- und wartungsarm.
Autor:Rainer Ise aus Weeze |
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