Für den naiven Menschen ist es klar: Wir sind die Guten und unsere Gegner die Bösen.
So empfi ndet er bisweilen mit erschreckend brutaler Emotionalität und Engstirnigkeit.
Wie alles auf der Welt hat auch unsere Hirn- und Denkarchitektur eine Vorgeschichte, und zwar eine individuelle,die sich aus der persönlichen Biographie ergibt, eine kulturell-historische, die sich Jahrhunderte, vielleicht auch Jahrtausende
zurckverfolgen läßt und schließlich eine erdgeschichtliche, die fast vier Milliarden Jahre zurückreicht bis zu denersten bakterienartigen Lebensformen. Neben vielen anderen Lebewesen entstand sehr spät in der Erdgeschichte auch der Mensch, also wir selbst. Wir können als einzige Wesen über uns selbst und das Weltgeschehen nachdenken.
Vor dem Hintergrund des evolutionsgeschichtlich Gewordenen könnenn wir Gefühle wie Elternliebe und eingepfl anzteDenkneigungen erklären und besser verstehen, darunter die bisweilen verhängnisvolle Neigung zum Wirgruppendenken
(kooperativ und opferbereit nach innen, aggressiv nach außen). Wir stellen auch Überlegungen an zur Entwicklungder Kulturfähigkeit und zur (genetisch eingebauten) Schwierigkeit, in der Jugend aufgesaugte Wertesysteme einfach
auszutauschen.
Autor:Lernimpuls e.V. aus Witten |
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