Mehr Windpockenfälle
Dortmund. In Dortmund ist die Zahl der gemeldeten Windpockenfälle im Jahr 2015 leicht gestiegen. Insgesamt wurden 122 Infektionsfälle gemeldet, im Jahr 2014 waren es noch 114 Fälle. Das entspricht einem Anstieg um rund sieben Prozent, teilt die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit.
Im Vergleich dazu reduzierten sich die Fälle in ganz Nordrhein-Westfalen um etwa sieben Prozent. „Wir raten weiterhin dazu, insbesondere Kinder gegen Windpocken impfen zu lassen“, so AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Die erste Varizellen-Impfung wird im Alter von elf bis 14 Monaten empfohlen, die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten. „Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen selbstverständlich für ihre Versicherten bezahlt“, sagt Ackermann.
Die Windpocken gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten und sind äußerst ansteckend. Der Auslöser ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das zu den Herpesviren zählt. Die Infektion äußert sich in Form von Kopf-, Rücken- oder Gliederschmerzen und Fieber.
Nicht aufkratzen
Ein bis zwei Tage später tritt der typische juckende Hautausschlag mit Bläschen auf. Diese sind in hohem Maße ansteckend. Innerhalb von ein bis zwei Wochen verkrusten sie und fallen ab.
Trotz des extremen Juckreizes sollten Windpocken nicht aufgekratzt werden. Vom Arzt verordnete Salben oder Lotionen lindern den Juckreiz. „Die Entscheidung, ob Eltern ihr Kind impfen lassen, kann ihnen niemand abnehmen. Es ist jedoch wichtig, dass sich Eltern mit diesem Thema auseinandersetzen, um gestärkt im Sinne ihres Kindes zu handeln“, so Ackermann.
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Autor:Lokalkompass Dortmund-Süd aus Dortmund-Süd |
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