Mehr Paten, bitte!
Von Heinz Puzicha
Unna. Eine Lehrstelle zu bekommen, ist für viele Jugendliche eine schwierige Aufgabe; insbesondere, wenn Selbstbewußtsein oder ausreichende Sprachkenntnisse fehlen und die Eltern wenig Hilfe bieten können.
Wenn der Wille, eine Ausbildung zu machen, groß genug und die schulischen Leistungen einen Abschluss im 10. Jahrgang erwarten lassen, kann ein Ausbildungspate wertvolle Unterstützung leisten. Pate und Schüler treffen sich einmal in der Woche und besprechen den anstehenden Weg: Hilfe bei der Suche einer Praktikumsstelle und der Berufswahl, Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche, Unterstützung in den ersten Lehrjahren und – vielleicht das Wichtigste – Stärkung des Selbstbewusstseins.
Der 16-jährige Nasim Youssef kam mit seiner Familie aus Jordanien, sprach vor zwei Jahren noch kaum Deutsch. Ausbildungspatin Gabriele Kirsch half mit vielen Gesprächen, zeigte Wege auf, einen geeigneten Beruf zu finden und begleitete Nasim zu weiterhelfenden Einrichtungen. Nasim hat inzwischen sprachlich große Fortschritte gemacht und auch seinen Wunschberuf Metallbauer gefunden.
Koordiniert wird das seit 2009 bestehende Paten-Projekt vom Forum Generationen Unna, in Zusammenarbeit mit fünf Unnaer Schulen. Inzwischen sind mehr als 40 Patenschaften aktiv oder wurden erfolgreich abgeschlossen: Die Erfolge machen Mut: Während die Abbrecherquote in der Ausbildung bei über 20 Prozent liegt, hat bisher noch kein von einem Paten betreuter Jugendlicher seine Ausbildung abgebrochen.
Woran es fehlt, sind engagierte Erwachsene, die die Jugendlichen bei ihrem Start ins Berufsleben zur Seite stehen. Weitere Informationen geben die drei Koordinatoren: Friedrich Sprenger (Tel. 02372/550218), Arthur Frischkopf (Tel. 02303/330575) und Peter Esser (Tel. 02303/870086).
Am 9. April um 15 Uhr treffen sich Koordinatoren und Paten im Konferenzraum des zib; Interessenten sind willkommen.
Autor:Jörg Stengl aus Unna |
1 Kommentar
Das höre ich jetzt zum ersten Mal!!!
Gibt es auch in Düsseldorf diese Möglichkeit?
Ich finde, dass ist echt eine tolle Sache und
viel effektiver, als über das Arbeitsamt, wo
viele Jugendliche den Weg oft nicht hin
finden... wollen... ;-)
Lieben Gruss von Bruni Rentzing