Der Märchenwald ...

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Die hier gezeigten Bilder stammen aus einem wunderschönen Wald in der Nähe von Baden-Baden. Als ich die Bilder machte, dachte ich spontan an (einige Zeilen) folgendes Gedicht ...

Der Märchenwald

Mitten im Moor liegt der Märchenwald,
Vom Zauberbache begrenzt;
Lockender Zauberruf dort erschallt,
Distel und Dorn ihn umkränzt.

Mitten im Wald eine Wiese sprießt,
Ihr Gras ist weich und lang;
Unter der Wiese die Quelle fließt,
Die hat eigenen Klang.

Hinter der Quelle steht ein Baum,
Sein Silberlaub zittert im Wind;
Da sang mir ein Vogel den Wundertraum
Von dir und mir, mein Kind.

Unter dem Baume da wächst ein Moos,
Das schimmert und leuchtet wie Gold;
Farne wuchern da stolz und groß,
Ihr Laub ist seltsam gerollt.

Da wo die beiden Machangeln stehn,
Da führt der Weg in den Wald;
Nur wer das Wort kennt, der kann ihn gehn,
Ihm bieten die Dornen nicht halt.

Komm, Geliebte, und küsse mich,
Komm, ich weiß ja das Wort;
Und das Wort, das heißt "Ich liebe dich!"
Das drängt jedes Hindernis fort.

Komm, mein Lieb, und fürchte dich nicht,
Komm doch, das Glück das lacht;
Zwei Machangeln, schwarz und dicht,
Halten treuliche Wacht.

Hermann Löns (1866 - 1914)

Autor:

Roland Störmer aus Unna

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