Turm zu Babel trifft auf Silikon
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- Christoph Dumpe vor dem farbenfrohen Werk der Künstlerin Larissa Strunova-Lübke.
- Foto: Braczko
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Ein großes Spektrum an Bildern, Zeichnungen, Skulpturen und Objekten werden am 25./26 Februar sowie am 3./4. März in den Räumen der Alten Spedition, Ringeldorfer Straße 6, präsentiert. Zehn internationale Künstler treffen dann auf die Kunstfreunde der Region.
Diese können dann die raffinierten Filzarbeiten der gebürtigen Urugayerin Beatriz Schaaf-Giesser in Augenschein nehmen. „Und sich selbst davon überzeugen, was Sein und was Schein ist und welche Elemente zu einer beeindruckenden Synthese verschmelzen“, so Christoph Dumpe, der seine Gattin Karoline beim Rundgang durch die Ausstellung vertritt.
Die Gladbecker Künstlerin ist natürlich auch höchstselbst vertreten, präsentiert unter anderem ein Werk, das aus unterschiedlichsten Zeitungen kreiert wurde.
„Die Fläche wurde verlassen, Kugeln entwachsen dem Bild, jede von ihnen erzählt eine Geschichte“, erklärt Dumpe. Somit symbolisiert das Werk eine Reise durch die Geschichte, doch die Schnellebigkeit der Zeit wurde konserviert.
Premiere in der „Alten Spedition“ feiert die Wuppertaler Künstlerin Barbara Koch mit ihren 3D-Bildobjekten aus Silikon. Mit diesem Material beschritt sie experimentelle Wege und präsentiert überraschende Arbeiten, die an Zellhaufen oder Unterwasser-Pflanzen erinnern.
Larissa Strunowa-Lübke, geboren in Sverdlowsk, lebt im norddeutschen Heide, war bereits im letzten Jahr schon bei der KunstKompakt vertreten. Die Künstlerin denkt und lebt in Farben, ihre farbenfrohen Werke haben den Menschen zum Thema.
Die Hamburgerin Alexandra Hinz-Wladyka aus Hamburg hat sich ebenfalls mit einem eher ungewöhnlichen Material beschäftigt, sie arbeitet in ihren Bildern mit Asphalt und verleiht ihren Werken dadurch ungewöhnliche Strukturen. Aus dem Asphalt sprießt dem Betrachter ebenfalls Gegenständliches entgegen.
Era Freizdon, gebürtige Moldawierin, schafft in ihren Werken eine geheimnisvolle Bildstimmung. „Sie lädt in eine Welt voller mythischer Symbole ein, in der es viel zu entdecken gibt“, erläutert Dumpe. „Sehenswert sind auch die Exponate der beiden Zeichner Ingo Wegerl und Welf Schiefer, die in ihren ungewöhnlichen Bildern ungewöhnliche Geschichten erzählen.“
Figürliche Arbeiten , wie den „Turmbau zu Babel“ stellt die Objektkünstlerin Monika Simon aus Gelsenkirchen vor, während der Kölner Franz Bahr neue, abstrakte Objekte präsentiert.
Die diesjährige KunstKompakt wird von der Sparkasse Gladbeck gefördert, somit ist der Eintritt frei. Die Ausstellung ist an beiden Wochenenden von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Autor:Annette Robenek aus Gladbeck |
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