Gefährlicher Einsatz in Dortmund
Eine Person mit Kohlenstoffmonoxidvergiftung in Spezialklinik transportiert - Besatzung des Rettungswagens ebenfalls betroffen

Eine Person mit Kohlenstoffmonoxidvergiftung in Spezialklinik transportiert - Besatzung des Rettungswagens ebenfalls betroffen Foto Symbolbild CO-Warner | Foto: Feuerwehr Dortmund
  • Eine Person mit Kohlenstoffmonoxidvergiftung in Spezialklinik transportiert - Besatzung des Rettungswagens ebenfalls betroffen Foto Symbolbild CO-Warner
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Dortmund. Am frühen Abend des 26. Juni. 2024 wurde gegen 18:15 Uhr ein Rettungswagen wegen eines medizinischen Notfalls zu einer Wohnung in der Mamertusstraße in Huckarde alarmiert.

Beim Betreten der Wohnung zeigten die obligatorisch vom Rettungsdienst mitgeführten CO-Warner einen deutlich erhöhten Wert von Kohlenstoffmonoxid in der Umgebungsluft an. Da eine Rettung des Patienten ohne eine Eigengefährdung nicht möglich war, zogen sich die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes zurück und forderten Kräfte der Feuerwehr und einen Notarzt über die Einsatzleitstelle nach.

Unter Atemschutz wurde der Patient aus der betroffenen Wohnung gerettet und insgesamt sechs weitere Personen aus den anliegenden Wohnungen in Freie verbracht. Alle Wohnungen des Mehrfamilienhauses wurden auf CO-Anteile in der Luft gemessen. Eine weitere Ausbreitung auf Nachbarwohnungen konnte nicht festgestellt werden. In der betroffenen Wohnung konnte eine defekte Gastherme ausgemacht werden. Diese wurde außer Betrieb genommen und die Wohnung durch einen Hochleistungslüfter belüftet.

Der Patient wurde anschließend in eine Spezialklinik nach Düsseldorf verbracht um dort eine hyperbaren Sauerstofftherapie (Druckkammer) zugeführt zu werden.

Die Besatzung des Rettungswagens zeigte im weiteren Verlauf des Einsatzes auch erste Symptome einer CO-Vergiftung und wurde ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt. Sie mussten ihren Dienst beenden. Hier zeigt sich wieder einmal wie wichtig die richtige Schutzausrüstung und das Mitführen eines CO-Warners ist. Dieser hat für die Besatzung gravierende gesundheitliche Schäden verhindert.

Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an dem Einsatz beteiligt.

Autor:

Heinz Kolb (SPD aus Gelsenkirchen

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