Riesenschachtelhalm
Der Schachtelhalm - ein lebendes Fossil und der Dino unter den Pflanzen

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Gegenüber den Schachtelhalmen sind die Dinosaurier  junge Hüpfer. Die Dinos dominierten die Tierwelt vor 265 bis vor 66 Millionen Jahren. Schachtelhalme  gab es dagegen schon im Devon vor 375 Millionen Jahren. Anders als die ausgestorbenen Reptilien kann man den einstigen Bauplan der Schachtelhalme  mit nur geringfügigen Abwandlungen auch bei den heutigen Pflanzen vorfinden. Deshalb bezeichnet man die Schachtelhalme auch als lebende Fossilien.

Geändert hat sich allerdings die Größe dieser  Sporenpflanzen. Die Schachtelhalme im Karbon, die zusammen mit den Baumfarnen die Basis unserer Steinkohlewälder bildeten, waren verholzt und wiesen einen Stammdurchmesser von einem Meter und eine Höhe von 30 Metern auf.
Der größte noch heute in Mitteleuropa vorkommende Schachtelhalm, der Riesenschachtelhalm hat nur noch einen Stängeldurchmesser von 1-2 Zentimetern und eine Höhe von 40-150 Zentimetern. In Ausnahmefällen kann er 2 Meter hoch werden.
Nicht groß verändert hat sich jedoch der Lebensraum der Schachtelhalme.
Der wissenschafliche Name des Riesenschachtelhalms lautet Equisetum telmateia, wobei " telmateia" sich  aus dem Griechischen ableitet und so viel wie "im Sumpf lebend" bedeutet.
In den aufrechten Halmen der Pflanzen , mit denen sie auch die Photosynthese betreiben, befinden sich lange Luftkanäle, die die unterirdischen Teile mit Sauerstoff versorgen. An den auffälligen Knoten der Halme entspringen quirlig die Blätter.
Riesenschachtelhalme findet man heute noch überall im Ruhrgebiet. Bestände im Essener Westen haben sich im Kamptal und im Schlosspark Borbeck gehalten.
Wer die Spur der Kohle, die für unsere Region so prägend war, verfolgen möchte, findet hier ihe Anfänge.

Autor:

Bernd Dröse aus Essen-West

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