Das neue Jahr und der Nordmarkt

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Gerade hat das neue Jahr begonnen und man fragt sich, was es denn so alles Neues geben wird. Was kommt jetzt auf uns zu? Manchmal hatte man auch einen gewissen Bezug zu manchen Orten oder Personen und fragt sich, was es denn jetzt so da los ist oder wie geht es ihm/ihr? Nachdem ich einen Beitrag im vorletzten Jahr erstellt hatte über den Nordmarkt, verlor ich schnell den Bezug wieder zu diesem Ort. Damals war es dort noch auf der Schwelle zu dreckig und chaotisch bis gefährlich und den Verbesserungs-Kampagnen einiger engagierter Anwohner auf der anderen Seite. Mein Beitrag fand eine recht beachtliche Anzahl an Lesern, leider geriet ich aber in das Territorium des Star-Reporters Jürgen M., der keine Konkurrenz aus der Nachbarschaft duldete und in heftigen Wortdebatten seine Rechtfertigungen (vergeblich) verteidigte. Seitdem war es etwas still um diese Ecke.

Da mich aber meine Neugier nicht in Ruhe lassen konnte, musste ich ein weiteres Mal durch das Wolfsgehege streifen. Es war dort ungewöhnlich sauber. Ich hatte die Gegend schlimmer in Erinnerung. Es war recht still. Kaum jemand da. Eine Gruppe Leute mit ihren Bier-Flaschen am unterhalten und lachen, aber nichts ungewöhnliches. Auf der anderen Seite des Platzes sass ein einsamer, alter Mann und fummelte mit seiner Kamera herum und bekam irgend etwas nicht geregelt. Darüber schimpfte er lauthals. War das Jürgen? Ich mied ihn dann doch lieber. Auch in der Nachbarschaft war nur wenig los. Soweit der Blick eines Besuchers, der einen kurzen Besuch in die Region wagt. Aber wie sieht es unter der Oberfläche aus? Die Schatten-Seite des ehemaligen Krisen-Viertels?

Viele Beamte vom Ordnungsamt, die man früher nicht sah. Hat sich die Stadt der Schwachen und Hilfebedürftigen angenommen und ihre City-Rangers und Sheriffs ins Feld geschickt? Hat sich etwas an der Gewaltbereitschaft der Anwohner geändert und sind friedlicher geworden? Weniger Aggressionen durch das Zusammentreffen verschiedener Kulturen unter Alkohol-Einfluss oder anderer Drogen? Haben die Bemühungen der Anwohner Erfolg und Wirkung gezeigt? Man sollte wohl noch öfters einen Blick drauf werfen müssen. Aber erste Erfolge sind dort wohl doch schon recht deutlich zu spüren. Dafür gebührt auch mein Respekt. Und ein glückliches neues Jahr.

Autor:

Heiko Müller aus Dortmund-City

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1 Kommentar

Nicole Deucker aus Oberhausen
am 05.01.2013 um 13:54

Stimmt, wo du es erwähnst. Da war ein Schreiberling. Er scheint niccht megr da zu sein.
Ob es dort besser geworden ist vermag ich nicht zu beurteilen. Scheinbar raufen sich alle Gruppen zusammen und so funktioniert es dann.
Ich weiß aktuell von einem Haus in der Flensburger Straße in dem dem Bulgaren gewohnt haben. Da hat der Vermieter das Geld einfach nicht weiter geführt und die Leute, mit Kindern hatten weder Wasser noch Strom. Das Jugendamt war oft vor Ort. In diesem Fall wurden leider die Ärmstender Armen ausgenommen. Ansonsten stehen noch immer viele Bulgaren auf dem Arbeiterstrich.