Offener Brief an Bürgermeister Schneider

Niemals !!!

Herrn Bürgermeister
Frank Schneider

Per Email: buergermeister@langenfeld.de

Offener Brief Langenfeld, den 30.07. 2013

Betr.: Ihre Stellungnahme an die Bezirksregierung vom 25.7.2013 bezüglich des beantragten Hubschrauber-Landeplatzes an der Dückeburg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

gestern habe ich aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass die Stadtverwaltung vor ihrer oben genannten Stellungnahme vom 25.7.2013 schon eine Stellungnahme bei der Bezirksregierung eingereicht hatte, die den privaten Hubschrauber-Landeplatz an der Dückeburg ohne nennenswerte Einwendungen ausdrücklich befürwortet hat. Diese Stellungnahme wurde von Ihnen zurückgezogen und durch die vorgenannte ersetzt, die aber nur suggeriert, dass die Stadt gegen das geplante Bauvorhaben an diesem Standort ist, denn es wird darin eine etwas kleinere Lösung mit etwas geänderter Flugroute und etwas kleinerem, scheunenartigen Hangar als akzeptabel dargestellt. In ihren Erläuterungen zur dieser Stellungnahme bezeichnen Sie das auch noch als „klare Forderung“ und wenn es so käme „hätten wir viel erreicht und aus meiner Sicht das Ruhe- und Erholungsbedürfnis der Bürger in vertretbarem Maße gewahrt.“
Herr Bürgermeister, hören Sie endlich auf, den Bürgern, die Ihnen seinerzeit das Vertrauen ausgesprochen haben, Sand in die Augen zu streuen. Ziehen Sie auch diese zweite Stellungnahme an den RP zurück und ersetzen diese durch eine klare Ablehnung des beantragten Vorhabens mit den Argumenten des Baugesetzbuches §35, wonach ein derartiges Bauvorhaben im Außenbereich nichts zu suchen hat. Die Einwendungsfrist läuft erst am 6.8.2013 ab. Sie haben also noch eine ganze Woche Zeit sich für das Wohl der Allgemeinheit gegen die Wünsche eines Einzelnen einzusetzen!

Mit freundlichen Grüßen

gez. Karl Wilhelm Bergfeld

Mitglied der Bürgerinitiative „Kein Hubschrauber-Landeplatz an der Dückeburg“

PS: Ihre Einschätzung, dass eine eventuelle Genehmigung des Flugplatzes durch die Bezirksregierung akzeptiert werden muss, teilen meine Mitstreiter und ich nicht. Gegen Fehlentscheidungen von Behörden kann vor dem Verwaltungsgericht geklagt werden!

Autor:

Karl Wilhelm Bergfeld aus Langenfeld (Rheinland)

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2 Kommentare

Rolf Trojan aus Langenfeld (Rheinland)
am 02.08.2013 um 17:21

Auch meine Frau und ich waren maßlos enttäuscht über die "Stellungnahme" des Hern Bürgermeister. Nach unserem Sprachverständnis ist eine Stellungnahme eine klare und unmissverständliche Äußerung eines Standpunktes - davon kann hier leider keine Rede sein! Zusammengefasst steht da drin: wir sind dagegen, aber wenn es nach unseren Vorstellungen geändert wird, kann's realisiert werden. Was denn nun? Diese "Stellungnahme" ist keine! Ein bereits an Herrn BM Schneider adressierten Brief zu seinen Äußerungen haben wir kurzerhand umformuliert und direkt an die Bezirksregierung gesandt. Hoffentlich erkennt man dort die wirklichen Absichten und entscheidet sich im Sinne unser aller Umwelt!
Dass nunmehr herausgekommen ist, dass es vor der Stellungnahme bereits eine solche gab, die wieder zurückgezogen wurde, zeigt u.E. die Hilflosigkeit der Verantwortlichen. Sollten die von uns gewählten Bürgervertreter nicht souverän agieren statt auf Entwicklungen immer nur zu reagieren?

Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland)
am 02.08.2013 um 17:55

Wer glaubt das Parteifreunde nicht zusammenhalte den würde ich als Weldfremd ansehen.