Xantener Bürgerinitiative will die Brummis komplett aus der Innenstadt verbannen
Dem Laster keine Chance

Jahrelang hat sie gekämpft. Jetzt hat sie einen ersten Teilerfolg erzielt. Die Initiative "LKW's raus aus der Xantener Innenstadt", zeigt sich mit dem Nachtfahrverbot für Brummis einverstanden. Versteht ihn aber als einen Schritt in die richtige Richtung | Foto: CP
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  • Jahrelang hat sie gekämpft. Jetzt hat sie einen ersten Teilerfolg erzielt. Die Initiative "LKW's raus aus der Xantener Innenstadt", zeigt sich mit dem Nachtfahrverbot für Brummis einverstanden. Versteht ihn aber als einen Schritt in die richtige Richtung
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Die Initiative ist gerade einmal zwei Jahre alt, hat aber schon einiges in ihrem Sinne erreicht. Am 26. Juni, 2017 stellte der Xantener Andreas Radovanovic einen Antrag für ein LKW-Durchfahrtsverbot in der Poststraße. Damit löste er eine politische Welle aus.

Von Christoph Pries

Xanten. Zunächst noch lehnte die Verwaltung den Antrag mit der Begründung ab das sei nicht möglich, weil keine Gefährdungslage bestünde und die Poststraße eine Hauptverkehrsstraße sei. Die Bürgerinitiative wuchs. Mit dabei waren jetzt auch Everhard Mingels, Hans-Jürgen Wohlgemuth und Wilfried Neß. Pläne wurden erarbeitet mit dem Ziel: Die Xantener Innenstadt für die Bewohner wieder lebenswerter zu machen.
Im Rathaus erfolgte endlich Betriebsamkeit. Es folgte Gremiensitzung auf Gremiensitzung. Dann, am 11. Oktober 2018 der, aus Sicht der Initiative, erste Schritt in die richtige Richtung: Der Xantener Stadtrat beschließt ein Nachtfahrverbot für den Schwerlastverkehr in Bahnhof- und Poststraße.
"Unser Einsatz geht weiter", kündigt Everhard Mingels an. Hans-Jürgen Wohlgemuth verweist auf das Ringsystem um die Stadt. Über den Varus-, Trajan- und Augustusring könnten die Schwertransporter ohne Probleme und ohne nennenswerten Zeitverlust den Gewerbepark erreichen.
Dennoch keuchen die Transporter tagsüber häufig durch die Xantener Innenstadt. Daher fordert die Initiative weitere Maßnahmen. LKW's über 3,5 Tonnen sollen generell aus der Innenstadt verbannt werden. Davon ausgenommen sind die Zulieferer für die Einzelhandelsgeschäfte, die Marktbeschicker und Handwerker. Sie dürfen, geht es nach den Vorstellungen der Bürgerinitiative, von 6 bis 22 Uhr in die Innenstadt hinein.
Darüber hinaus regt die Initiative an im Xantener Kernbereich mit der Altstadt ein generelles Tempolimit von 30 km/h einzuführen.
Das Konzept, so Everhard Mingels und Hans-Jürgen Wohlgemuth, wäre auch mit dem Blick auf den Klimaschutz von großer Bedeutung. Weniger Schadstoffe, weniger Lärm - das passt zu einem Luftkurort.

Dinge anpacken

Und wenn der Verkehr, der über die Poststraße, in unmittelbarer Nähe zum Gradierwerk im Kurpark fließt, abnimmt und entschleunigt würde, wäre das für Erholungssuchende und Einwohner ein großer Gewinn. "Die Maßnahme führt dann auch dazu, dass man der nächsten Prüfung bezüglich des Prädikates 'Luftkurort" gelassener entgegen sehen könnte", meint Hans-Jürgen Wohlgemuth.
Positiv hat die Initiative registriert, dass die Verwaltung bei der Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes die Xantener Bürger, die Gewerbetreibenden, die Kreispolizei und die Kreisverwaltung einbinden möchte. Im Vorgriff auf das umfassende Konzept soll es aber bereits erste Maßnahmen geben. "Wir wollen sehen, dass Dinge angepackt werden", fordert Hans-Jürgen Wohlgemuth. Der Bürgermeister solle seinen Ermessensspielraum besser nutzen. Wohlgemuth: "Er ist hier König, der kann auf die Verkehrsschilder draufschreiben, was er möchte." 

Aufpassen

 Die Bürgerinitiative will bemerkt haben, dass das Nachtfahrverbot klammheimlich von dem ein- oder anderen Schwertransporter aufgeweicht wird.
 Daher der Wunsch an die Polizeiwache Xanten hier ab und an mal einen prüfenden Blick zu riskieren und nach dem Rechten zu sehen.

Autor:

Lokalkompass Xanten aus Xanten

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