Schulstart nach Zwangsferien ist am Gymnasium Langenberg gelungen
„Das ist ein bisschen wie Schwimmen lernen!“

Schulleiter Markus Ueberholz und sein Leistungskurs Deutsch. | Foto: Armin Hodzic
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Abstandhalter, Wegweiser, Mundschutz - alles wichtige Sicherheitsmaßnahmen für weiterführende Schulen in NRW, die in der vergangenen Woche ihren Schulbetrieb für alle älteren Schüler wieder aufnahmen.

Auch das städtische Langenberger Gymnasium hat seine Türen für die Abiturienten wieder geöffnet. Schulleiter und Schüler sind sich einig: „Der Start ist gelungen!“
Kein gewöhnlicher Morgen am Langenberger Gymnasium: Nach rund fünf Wochen „Zwangsferien“, hervorgerufen durch die Corona-Pandemie, war es am vergangenen Donnerstag endlich soweit. Kurz vor 8 Uhr versammelten sich die ersten Schülergruppen auf dem Schulhof des Gymnasiums. Eingezeichnete Halbkreise weisen auf den unbedingt einzuhaltenden Mindestabstand hin. Noch etwas verhalten, doch letztendlich die überwiegende Zahl der Schüler, kramen ihren Mundschutz aus der Tasche und „vermummen“ sich. „Ja, das war schon ein bisschen komisch. Man hat erstmal geschaut, was die Anderen machen“, so Antonia von Lauff, eine Schülerin des diesjährigen Abiturjahrgangs. „Als dann der Erste anfing, die Maske aufzusetzen, haben alle mitgezogen und im Laufe des Tages war es irgendwann normal.“

Keine Maskenpflicht

Maskenpflicht gibt es an Schulen nicht, daher gab es auch ein Lob von Schulleiter Markus Ueberholz, der sich mit dem Schulstart in Corona-Zeiten sehr zufrieden zeigte. „Es hat alles erstaunlich gut geklappt“, fasst der Rektor zusammen. „Die Schüler waren alle positiv eingestellt und die vorgegebenen Verhaltensregeln wurden sehr gut beachtet.“ Seit die Schule von den Hygiene-Maßnahmen unterrichtet wurde, habe man intensiv an deren Umsetzung gearbeitet. „Es wurden Laufwege markiert, mit dem Zollstock Abstände gemessen, Tische gerückt und Abstandsregeln- sowie Toilettennutzungs-Hinweise platziert.“ Außerdem sei noch einmal persönlich mit den Reinigungskräften gesprochen worden und es wurde auf besonders wichtige Kontaktflächen hingewiesen. Für die elementaren Hygiene-Voraussetzungen, wie ausreichend Seife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel, wurde ebenfalls gesorgt.

Unterricht in Corona-Zeiten: Abiturienten des Langenberger Gymnasiums in ihrem Kursraum. | Foto: Antonia von Lauff
  • Unterricht in Corona-Zeiten: Abiturienten des Langenberger Gymnasiums in ihrem Kursraum.
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Jetzt sitzen maximal elf Abiturienten in einem Kursraum. Außer den besonderen Corona-Regeln, hat sich an dem Lernangebot in dieser Phase kurz vor den Abi-Prüfungen nichts geändert. „Es wird in erster Linie wiederholt und es besteht bevorzugt die Möglichkeit, Dinge mit Abitur-Relevanz zu klären.“ Die derzeitige Tischordnung bleibe auch während der Prüfungen bestehen, das gebe den Absolventen Sicherheit. Es sei eine schwierige Zeit, besonders für die Familien. Doch die Zusammenarbeit klappe gut, so Ueberholz. Auch der digitale Unterricht für alle restlichen Schüler sei inzwischen gut aufgestellt. „Es ist ein bisschen wie Schwimmen lernen. Wir versuchen alle, uns so gut wie möglich über Wasser zu halten.“

Komische Distanz

Auch für die Schüler ist diese Zeit eine Herausforderung. Doch diese freuen sich zunächst darüber, dass sie sich zumindest wieder sehen und persönlich austauschen dürfen – doch den Abstand einhalten, das falle oft schwer. „Es war am Anfang ganz eigenartig, sich zur Begrüßung nicht umarmen zu dürfen. Da entsteht dann eine ganz komische Distanz, die früher nicht da war“, so Antonia. Auch Abiturientin Luna Kannert bestätigt: „Am Anfang musste man sich an die vorgeschriebene Einbahnstraßenregelung gewöhnen. Der Eine oder Andere hat sich da schon einmal vertan. Doch nach ein paar Tagen haben sich alle daran gewöhnt und es ist selbstverständlich geworden.“ Die anfänglichen Unsicherheiten seien nun nicht mehr da und die Stimmung untereinander viel gelöster.

Gibt es einen Abiball?

Ab dem 12. Mai sind die Abiturprüfungen angesetzt. Das ist für alle das wichtigste Ziel. Und dann gibt es natürlich noch eine große unbeantwortet Frage: „Findet der Abiball statt oder nicht?“ Kleider für diesen Anlass wurden jedenfalls hier und da vorsichtshalber schon einmal geshoppt.

Schulleiter Markus Ueberholz und sein Leistungskurs Deutsch. | Foto: Armin Hodzic
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Autor:

Astrid von Lauff aus Velbert-Langenberg

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