Jiddische Lieder zu den Themen Genozid, Befreiung, Trauer und Zukunft stehen auf dem Programm eines Konzertes mit dem Ensemble DRAj, zu dem die Evangelische Studierendengemeinde in Kooperation mit dem Studierendenzentrum des Kirchenkreises und dem Verein Bildung und Kultur e.V. (BUK) am Dienstag, 7. Juni, um 19 Uhr in den ESG-Saal auf dem Campus Essen, Universitätsstraße 19, einlädt.
Jiddische Kultur, jiddischer Alltag in Osteuropa
Mit ihrer Musik geben Ralf Kaupenjohann (Akkordeon), Manuela Weichenrieder (Gesang) und Ludger Schmidt (Cello) den vertriebenen und ermordeten jüdischen Menschen Osteuropas eine Stimme, beschreiben die individuelle Trauer der Überlebenden und tragen dazu bei, die Lebendigkeit der jiddischen Kultur auch im 21. Jahrhundert zu erhalten. Als einen weiteren Schwerpunkt haben die drei Musiker deshalb bewusst Lieder ausgewählt, die alltägliche Situationen im jiddischen Leben beschreiben – seien es so profane Themen wie die Miete, die ungeliebte Schwiegertochter, die verlassene Geliebte oder die Prostituierte.
Lieder zwischen Melancholie und Lebensfreude
Seit seiner Gründung im Jahr 1996 sind die Live-Auftritte des Ensembles DRAj ein mitreißendes und berührendes Erlebnis: In feinen Arrangements, die sich zwischen leiser Melancholie und jauchzender Lebensfreude bewegen, verbinden die Solisten Stilelemente aus Klassik, Neuer Musik, Blues und Moderner Klassik. – Bereits ab 18 Uhr wird in der benachbarten BRÜCKEN-Kneipe ein Imbiss angeboten. Der Eintritt ist frei; finanziell gefördert wird das Konzert durch das NRW KULTURsekretariat und das Land Nordrhein-Westfalen.
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