Bosnische Gemeinde Essen
Karnap: Tag der Offenen Tür beim Moscheebau der bosnischen Gemeinde

Volle Tische rund um den Rohbau des künftigen Zentrums der bosnischen Gemeinde in Essen. Hier am Nordende von Karnap, kurz vor den Stadtteilgrenzen nach Gelsenkirchen und Gladbeck, werden sich bald viele Menschen treffen, die nicht nur Beten wollen, sondern einen breiten sozialen Treffpunkt aufbauen möchten. | Foto: Walter Wandtke
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  • Volle Tische rund um den Rohbau des künftigen Zentrums der bosnischen Gemeinde in Essen. Hier am Nordende von Karnap, kurz vor den Stadtteilgrenzen nach Gelsenkirchen und Gladbeck, werden sich bald viele Menschen treffen, die nicht nur Beten wollen, sondern einen breiten sozialen Treffpunkt aufbauen möchten.
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Unter bestem Samstagswetter versammelten sich am Nordende von Karnap viele Interessierte , die erleben wollten, wie weit die Baufortschritte des neuen Moscheegemeindehauses im Stadtteil vorangegangen sind. Die Besichtigung der weit gediehenen Baustelle war aber nur ein Teil der fröhlichen Versammlung. Tee, Kaffee, Limo und Kuchen und natürlich herzhafte Cepavici in bosnischer Tradition gehörten neben den gemeinsamen Gesprächen gleichgewichtig zur Baustellenbesichtigung.
Einige fleissige Handwerker sorgten dabei im Hintergrund auch an diesem Tag noch für die weitere pünktliche Fertigstellung des Gemeindezentrums, was die Stimmung auf der anderen Gebäudeseite durchaus nicht störte.
Nicht unwichtig für den Erfolg der bosnischen Gemeinde am Standort Karnap sind sicher positive Zusprüche der örtlichen Politik. Gewählte Vertreter des Integrationsrats der Stadt Essen, wie auch Schwarz-Grün-Rote Besuche der Stadtratsparteien beim Tag der offenen Tür sind deshalb ein wichtiges Signal. Vom anfänglichen Bürgerprotest gegen die Umwandlung des ehemaligen Discountergebäudes zu einem bosnischen Zentrum war an diesem Tag schönerweise nichts zu bemerken.
Zu hoffen ist, dass die Anwohner nicht mehr bedauern, daß dort die Einkaufsmöglichkeiten bei einem Discounter verschwunden sind. Vielmehr könnte auch Freude darüber entstehen, dass hier eine Art Kulturzentrum für den Stadtteil entsteht. Unterschiedlichste bürgerschaftliche Veranstaltungen sollen hier stattfinden können.
Religion ist eben auch für Muslime nicht alles. Nicht verschwiegen darf allerdings auch, daß noch im letzten Winter ein Brandanschlag auf die Baustelle verübt wurde.
In etwa einem Jahr  soll der Bau des Zentrums für die bosnische Gemeinde Essen fertig sein. Was vor einigen Jahren ein kleiner Discounter-Standort von Netto war, wird dann die erste Moschee in Karnap sein. Bislang müssen sich die Muslime der bosnischen Gemeinde Essen noch in den recht kleinen Räumlichkeiten einer früheren Gaststätte an der Stauderstraße in Altenessen treffen.  Aber Moscheegemeinden wollen ja nicht nur Gebetsorte sein , sondern ebenso soziale Treffpunkte. Künftig also wird es im bosnischen Gemeindezentrum in Karnap erheblich leichter sein, sowohl Bildungsveranstaltungen, wie auch Freizeitaktivitäten für Jugendgruppen zu organisieren. Nicht zuletzt sollte nicht unerwähnt bleiben, daß auch mehrere Wohnungen innerhalb des Baukomplexes entstehen.
Der bosnischen Moscheegemeinde viel Glück also für die Zentrumseröffnung im kommenden Jahr!

Autor:

Walter Wandtke aus Essen-Nord

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