Kultur im Schatten der Bramme - Haldenfest am Samstag, 18. Juni
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- „Der magische Ort“: Die Schurenbachhalde. Unter Mitwirkung von THW, Feuerwehr, Stadtwerken und dem RVR, der die Fläche freigibt, kann die BV V ein weiteres Haldenfest ausrichten. Archivfoto: Gohl
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Die Kulturhauptstadtfestwoche „anne Emscher“ mit Höhepunkt auf der Schurenbachhalde ist vielen Bürgern in bester Erinnerung geblieben. Schon früh war klar: Eine Wiederholung wird gewünscht. Die Bezirksvertretung V
(BV V) kommt diesem Wunsch nun nach.
Nachhaltig sollte es sein, das Kulturhauptstadtjahr. Ob dieses von der federführenden Ruhr.2010 GmbH formulierte Ziel erreicht wurde, wird sich in den nächsten Monaten und Jahren zeigen. Im Stadtbezirk V (Altenessen, Karnap, Vogelheim) will man allerdings nichts dem Zufall überlassen. Das damals als Arbeitskreis „Kulturhauptstadtprojekte 2010“ gegründete Gremium führt seine Arbeit unter dem Namen „AK Kulturprojekte im Bezirk V“ fort. Eine Reihe von möglichen Veranstaltungen haben die Mitglieder ins Auge gefasst, darunter Fotoausstellungen, Lesungen, Theaterspiele und eben eine Neuauflage der kulturellen Festivitäten auf der Schurenbachhalde.
Die geht unter dem Titel „Kulturfest Schurenbachhalde - der magische Ort“ an den Start und nimmt am kommenden Samstag, 18. Juni, ihren Lauf. Geboten wird ein „absolut familientaugliches Programm“, wie Karlheinz Endruschat betont, der als Kurator die Organisation übernommen hat. Mit dabei sind sowohl lokale Künstler wie die Zipner-Familie, die unter dem Namen Zippi Pops eine Reunion feiert, Band 3 und die bekannte Ruhrpott Revue, die zusammen mit den Unplugged Ruhris die Bühne betritt, als auch überregionale Acts wie der Liedermacher Horst Gerhardt und die Retro-Rocker The Barons. Letztere wurden während eines ZDF-Wettbewerbs von einer überwältigenden Mehrheit zur besten Beatles-Coverband gewählt. Dass sie mehr als perfekte Pilzkopf-Imitatoren sind, stellen sie im Schatten der Bramme unter Beweis.
Die soll im Übrigen DAS Wahrzeichen des Stadtbezirkes werden. Kontrovers diskutiert, aber mit hohem Wiedererkennungseffekt - so lässt sich das Monumentalobjekt wohl am besten beschreiben. Schon jetzt ziert es die Plakate zum Haldenfest und besitzt, wie Dr. Johannes Werner Schmidt, neben Friedel Frentrop einer von zwei Kulturbeauftragten, bemerkt, beste Chancen, in ein mögliches Bezirkslogo aufgenommen zu werden. Und auch der „magische Ort“ selbst soll regelmäßig belebt werden. Das große Fest auf der Schurenbachhalde, das gibt es freilich „nur“ alle zwei Jahre; kleinere Veranstaltungen könnten jedoch ohne Probleme regelmäßig stattfinden. Was alles möglich ist, deutet Friedel Frentrop an: „Wir haben 40 bis 50 Kulturvereine in unserem Bezirk und mehr zu bieten als Negativschlagzeilen...“
Einen Vorgeschmack gibt es bereits am Freitag, 17. Juni, beim Tag der Kitas und Schulen auf dem Karlsplatz. Ab 14 Uhr zeigen Kinder und Jugendliche, was sie künstlerisch auf dem Kasten haben.
Für Samstag indes gilt: Anreise am besten ohne Auto, der Aufstieg erfolgt über die Treppe an der Emscherstraße. Wer mit dem Treppensteigen Probleme hat: Ein Fahrdienst wird bereitgestellt.
Autor:Patrick Torma aus Essen-Nord |
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