Asbest: Gefahr am Bau
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- Ein absolutes Muss: Schutzkleidung beim Sanieren von Häusern mit Asbest-Gefahr ist unbedingt erforderlich. Asbeststaub kann schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen.
- Foto: Foto: Petra Berger
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Mit Vorliebe wurde der Baustoff Asbest in den 60er und 70er Jahren verbaut: Garagen wurden mit Wellplatten aus dem sogenannten „Eternit“ abgedeckt, auch Fassaden wurden gerne mit solchen Platten „verschönert“. Damals ahnte man noch nichts von den Gefahren, die der Stoff birgt. Will man heute Gebäude aus der Zeit umbauen, dann muss Asbest als Sondermüll entsorgt werden, für die Maßnahmen am Bau gelten strengste Sicherheitsvorschriften.
Die Bauten aus den 50er bis 70er Jahren bringen ein gefährliches Erbe mit: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat deshalb private Bauherren und Baubeschäftigte in Dortmund zu erhöhter Vorsicht bei Abbruch- und Renovierungsarbeiten aufgerufen. Angesichts der zunehmenden Zahl von Altbausanierungen werde die Gesundheitsgefährdung durch Asbeststaub auf dem heimischen Wohnungsmarkt wieder akut.
Als Alarmsignal wertet die IG BAU die Zunahme von Asbesterkrankungen: „Im vergangenen Jahr ist die Zahl der durch Asbest hervorgerufenen Berufskrankheiten bundesweit angestiegen“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Bochum-Dortmund, Gerhard Kampschulte. Zwar dürften asbesthaltige Materialien seit 1993 nicht mehr hergestellt und verbaut werden. Risiken berge allerdings der heimische Altbaubestand. Denn durch die anstehende Modernisierungswelle drohe die „vergessene Gefahr“ jetzt zurückzukommen.
Kampschulte: „Rund 113.100 Wohngebäude in Dortmund stammen aus den 60er und 70er Jahren, in denen asbesthaltige Baustoffe massenhaft eingesetzt wurden. Nach und nach sind hier Sanierungen notwendig, manchmal wird sogar abgerissen. Hier lauern dann tückische Gesundheitsgefahren.“
Wenn damals entsprechende Materialien verbaut worden seien, könne beim Sanieren von Fahrstuhlschächten und Nachtspeicherheizungen genauso wie beispielsweise beim Beseitigen von Abdeckplatten, Bodenbelägen und Dachisolierungen Asbest freigesetzt werden. „Das Einatmen von Asbeststaub führt als Spätfolge schlimmstenfalls zu Asbestose, Lungen- oder Kehlkopfkrebs“, so die Warnung des IG BAU-Bezirksvorsitzenden.
Vor diesem Hintergrund sollten Baubeschäftigte, aber auch private Bauherren in Dortmund die Augen offen halten. Kampschulte: „Sobald auf Baustellen der Verdacht von Asbestmaterial besteht, müssen die Arbeiten sofort eingestellt werden. Die Beseitigung ist dann Sache von Spezialfirmen.“
Von den Bauunternehmen in Dortmund forderte Gerhard Kampschulte, den Arbeitsschutz auf Baustellen besonders ernst zu nehmen und hier nicht zu sparen: „Die Sicherheitsbestimmungen müssen eingehalten werden. Das fängt bereits bei der Schutzkleidung an. Die ist ein absolutes ‚Muss’.“
Autor:Antje Geiß aus Dortmund-City |
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