Dortmunder Aktivisten fordern Evakuierung der Lager auf den griechischen Inseln
"Die-in" macht auf die Situation in Lagern von Geflüchteten aufmerksam
14 Personen hatten sich auf dem Westenhellweg eingefunden, um auf die lebensbedrohliche Situation im Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufmerksam zu machen.
Die Aktivisten von "Bunte Stadt Dortmund" zeigten einen „die-in“. Sie ließen sich wie sterbend auf den Boden sinken, zeichneten die Umrisse der Liegenden mit Kreide nach und hielten Plakate. Das symbolische Sterben sollte dabei sinnbildlich für das Leid all derjenigen Menschen stehen, die nicht in der Lage sind, sich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen. Das betrifft vor allem die in Moria eingesperrten Geflüchteten, aber auch Obdachlose.
"Schutz wird Menschen nicht gewährt"
Während es in Deutschland mittlerweile vermehrt zu Protesten gegen die Einschränkung von Grundfreiheiten und Lebensqualität kommt, befinden sich die Menschen im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos weiterhin in einer akut lebensbedrohlichen Situation. Der Schutz von Leben, Freiheit und Sicherheit, den die Europäische Union in ihrer Menschenrechtskonvention erklärt, werde diesen Menschen nicht gewährt, so die Aktivisten. "Menschen, die vor Verfolgung und Gewalt fliehen, werden hier bewusst sich selbst überlassen. Forderungen nach einer Evakuierung der Lager werden von der europäischen Politik seit Monaten totgeschwiegen", üben sie Kritik.
Der Vorwurf: Unterlassene Hilfeleistung
Es handle sich hierbei um das bewusste in Kauf nehmen von Todesfällen, die einfach hätten vermieden werden können. Konkret bedeute diese unterlassene Hilfeleistung die fahrlässige Tötung von Menschen in Not.
Autor:M Hengesbach aus Dortmund-City |
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